P  R  A  X  I  S    F  Ü  R    K  O  M  P  L  E  M  E  N  T  Ä  R  M  E  D  I  Z  I  N    S T U T T G A R T

Chinesische Medizin  &  Konstitutionelle Akupunktur 

Logo und Motiv

In der Kopfleiste meiner Homepage sehen Sie die Darstellung dreier Blüten der Gattung “Plumeria”, die hierzulande auch unter dem Namen "Frangipani" bekannt ist. Bevor wir uns der Frage zuwenden, warum ich gerade dieses Motiv für meine Homepage ausgewählt habe, möchte ich Sie, zum besseren gemeinsamen Verständnis, zunächst auf eine kleine Reise mitnehmen:

 

Ursprünglich stammt die "Plumeria" vermutlich aus Mittelamerika und der Karibik. Heute ist sie zudem im gesamten Polynesischen Raum, aber auch in Asien verbreitet, wo sie nicht selten zu stattlichen Bäumen von sechs bis acht Metern Höhe heranwächst. Oft findet man die “Plumeria” in der Nähe von Tempeln oder Friedhöfen, weshalb sie auch Tempelbaum, Pagodenbaum oder Jasminbaum gennant wird.

 

Hier eine kleine Auswahl der unterschiedlichen Bezeichnungen und Bedeutungen:

 

Hawaii

Von den Einheimischen wird die Blume “Kamaha'o Melia” genannt. Sie wird dort auch für die berühmten Blütenkranze, die so genannten "Lei's", verwendet, die Touristen bei ihrem Besuch als Willkommensgeschenk erhalten.

 

China

In China wird diese Blume "Eierblume" genannt, da die Färbung der weiß-gelben “Plumeria”, an ein von Eiweiß umhülltes Eigelb erinnert.

 

Laos

Hier besser bekannt als “Dok Champa”, ist dies die Landesblume und das offizielle Symbol der Demokratischen Volksrepublik Laos. Sie repräsentiert seit je her die Aufrichtigkeit und Lebensfreude des Volkes.

 

Malaysia 

In Malaysia werden "Frangipani"-Bäume auf Friedhöfen gepflanzt und daher von den Einheimischen "Bunga Kubur" (Friedhofsblume) genannt.

 

Mexiko

In Mexiko ist die “Plumeria” unter dem Namen "Krähenblume" bekannt. Sie wird für medizinische Zwecke - beispielsweise zu Salben - verarbeitet.

 

Nicaragua 

In Nicaragua ziert die "Plumeria" als Landesblume einige Banknoten. Einer alten Maya-Legende nach, wurden bestimmte Götter aus dieser Blume erschaffen.

 

Philippinen

Die "Plumeria" wird auf den Philippinen üblicherweise benutzt um Verstorbene zu ehren.

 

Thailand 

In Thailand nennt man die "Plumeria" auch Tempelbaum und sie wird häufig an Friedhöfen gepflanzt.

 

Indien 

Sowohl in Indien als auch in Sri Lanka ist die "Plumeria" ein Ausdruck für die Unsterblichkeit, Tod und Widergeburt, denn selbst wenn man sie aus der Erde gezogen hat, bildet sie noch Blätter und Blüten. Die Blüten werden als Opfergaben an die Götter verwendet. 

Zweifellos gehört die “Plumeria” wohl mit zu den schönsten und wohlriechendsten Blütenbäumen der Tropen. Aber auch um die ungewöhnliche Bezeichnung “Frangipani” ranken sich zumindest zwei hartnäckige Legenden und Mythen. Wurde sie etwa nach dem Botaniker “Mercutio Frangipani” bennant, der die Pflanze als Erster klassifiziert haben soll, oder möglicherweise doch nach dem berühmten italienischen Parfumeur “Frangipani”, dessen gleichnamiges Parfum die damalige Welt bezauberte? Nun, die Herkunft dieser Bezeichnung ist zumindest bis dato nicht eindeutig geklärt.

 

Unabhängig davon begeistert die “Frangipani” bis heute nicht nur die Parfumindustrie, sondern auch viele Blumenfreude und so ist es nicht vewunderlich, das man sie in unserem Kulturkreis, in so manchem Park oder botansichem Garten, wiederfinden kann.

 

Dabei verströmt die “Frangipani” nicht nur einen betörenden Duft, der unsere Seele inspiriert und zum Leben und Genießen einlädt, sondern auch einen Wohlgeruch, der wahrscheinlich wie kein anderer, die menschliche Spiritualität zu symbolisieren vermag. Nicht umsonst wird dieser Duft, so wie die Blume selbst, mit Unsterblichkeit (Ewigkeit), Tod und Wiedergeburt assoziiert.

 

Diese drei Elemente, erhalten durch die drei “Frangipani”-Blüten meines Motivs, ihre symbolische Entsprechung.

 

Bei genauerer Betrachtung des Motivs fällt jeodch zudem auf, dass die Blüte am linken Rand ein wenig dunkler ist, als die gegenüberliegende Blüte auf der rechten Seite. Dabei sind beide Blüten von ihrer Form her absolut identisch, da sie Spiegelungen voneinander sind. Die Spiegelachse verläuft im Zentrum der mittleren, vollkommen symetrischen Blüte:

 

  • Die zentrale Blüte symbolisiert hierbei das ursprüngliche, reine und ewige “Qi” (Unsterblichkeit/Ewigkeit), welches die Qualitäten "Yin" (Tod) und "Yang" (Widergeburt) in sich vereinigt.
  • In der mittleren Blüte sind diese zwei Prinzipien miteinander vermischt, und existieren noch nicht getrennt voneinander. Erst durch die Trennung des Einen, ursprünglichen “Qi”, in seine zwei Hauptaspekte, “Yin” und “Yang”, entstehen alle Gegensätze und somit die für uns wahrnehmbare Welt.
  • Die linke, dunklere Blüte, steht in diesem Kontext für das Element “Yin”,
  • während die etwas hellere, rechte, das “Yang” repräsentiert.

 

Zusammen hingegen bildet das Blütentrio eine perfekt abgestimmte, symetrische Einheit, die dem Betrachter (in diesem Fall Ihnen) das Gefühl von Wohlbefinden, Ganzheit und Harmonie vermitteln soll....

 

...und das ist für mich die wesentliche Aussage meines Motivs. Ich hoffe es gefällt Ihnen.

 

 

Diese Deutungsweise kann nun, selbstverständlich in einer etwas abgewandelten Form, ohne Weiteres auch auf mein Logo übertragen werden. Dieses setzt sich aus zwei stilisierten "Frangipani" Blüten zusammen, die sich zusammen mit meinem Schriftzug und der gemeinsamen Farbwahl, zu einer harmonischen Einheit verbinden. 

 

 

Zurück 

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile."

(Aristoteles)